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Der Weg zum Bildungsurlaub (BU)
Einen Rechtsanspruch auf BU haben alle Bürger und Bürgerinnen. Dazu zählen u.a. Arbeitnehmer/innen im öffentlichen Dienst, Auszubildende, ABM-Beschäftigte, Erwerbslose, in Heimarbeit Beschäftigte oder ihnen Gleichgestellte sowie arbeitnehmerähnliche Personen. Für Beamte und Beamtinnen gilt das Gesetz leider nicht, für sie gelten die Sonderurlaubsverordnungen des öffentlichen Dienstes. Es besteht ein Anspruch von fünf Arbeitstagen im Kalenderjahr bei Lohnfortzahlung. Der Anspruch in zwei aufeinander folgenden Kalenderjahren kann zusammenge- fasst werden. Ein Arbeitnehmer erwirbt den Anspruch i.d.R. nach einer Beschäftigungszeit von sechs Monaten. Allerdings gibt es betriebbedingte Konditionen. Bitte informieren sie sich zuerst bei ihrem Arbeitgeber. Das Arbeitsentgelt (Lohn/Gehalt) wird während der Frei- stellung ohne Minderung fortgezahlt. Die Gebühren für den Bildungsurlaubslehrgang, Fahrtkosten etc. muss der Arbeitnehmer tragen. Die Arbeitnehmerin / der Arbeit-nehmer sucht sich einen anerkannten BU aus, meldet sich an und teilt die Teilnahmeabsicht der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber so früh wie möglich mit. Versagung ist nur möglich bei zwingenden betrieblichen Gründen, oder wenn Urlaubswünsche anderer Beschäftigter unter sozialen Gesichtspunkten Vorrang verdienen.

Ihr Weg zum Bildungsurlaub:

  1. Mindestens zwei Monate vor der Veranstaltung Seminarprogramm und Antragsunterlagen beim Veranstalter anfordern.
  2. Den Antrag beim Arbeitgeber mindestens sechs Wochen vor Beginn stellen mit Programmunterlagen und Anerkennungsbescheid. Der Arbeitgeber muss den Empfang quittieren.
  3. Gibt der Arbeitgeber die Genehmigung, ist alles o.k. Ansonsten ist nach drei Wochen die Reaktion des Arbeitgebers zu prüfen. Wenn der Arbeitgeber schweigt, gilt dies nach drei Wochen als Zustimmung, der Bildungsurlaub ist genehmigt. Bei einer Ablehnung innerhalb der drei Wochen ist die Begründung wichtig. Bei einer Ablehnung aus innerbetrieblichen Gründen suchen Sie sich einen neuen Termin aus oder lassen ihren Anspruch auf das nächste Jahr übertragen. Wird keine Begründung genannt oder argumentiert, dass der Bildungsurlaub den gesetzlichen Grundlagen nicht entspricht, muss innerhalb einer Woche der 4. Schritt unternommen werden.
  4. Innerhalb einer Woche nach Ablehnung muss dem Arbeitgeber mit dem entsprechenden Formular mitgeteilt werden, dass er gleichwohl am Seminar teilnehmen wird. (Gleichwohl-Erklärung)
  5. Nach der Veranstaltung weisen Sie mit der Bescheinigung des Veranstalters die Teilnahme nach.

 

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